Showing posts with label - BUISNESS NOT SHOWBIZ. Show all posts
Showing posts with label - BUISNESS NOT SHOWBIZ. Show all posts

Sunday, February 5, 2012

- BUISNESS NOT SCHOWBIZ

* Yippie Yippie Yeah...
Yippie Yeah, Krawall und Remmi Demmi! 
Impulsive Menschen kennen keine Grenzen!
Schmeiß die Möbel aus dem Fenster, wir brauchen Platz zum dancen!
so sollte der Abend enden aber damit rechnete ich am Nachmittag noch nicht !!!!
Schwups da hatte ich diese Karte in der Hand. "BIST DU BEREIT FÜR KICKSTART #01?" YES or NO ? Mmhh dachte ich aber was sollte ich tun? Ich war sehr gespannt...und so trafen wir uns um 20:30h vor dem Goldfinger und gesellten und zu der Horde von ca. 200 Menschen, die alle, bei gefühlten -20 Grad in der Kälte vor dem Treffpunkt ausharrten. Ein Bändchen zu bekommen war ein Bewährungskampf! Über 2 Stunden vertraten M. ,K., Hendrik und ich uns die Füsse. Versuchten die angeschlagene Stimmung nicht untergehen zu lassen. 
Doch dann die Erlösung : "um 11h bringt euch ein schwarzer Reisebus, zu der Geheim-Location!" wurde es von den mega gestylten Promotern bekanntgegeben.
AHHH ...OHHH !!!??? 
Noch eine Stunde warten...ok...Bändchen haben wir...Stimmung naja...kann besser werden...und dann kam der Bus!!!

Nach einer Rundreise durch die Kölner City, über den Rhein, mit grölenden Jungs und Mädels, dröhnende Ballermann/Karnevalsmusik aus den Boxen...dachte ich bald "ich bin zu alt für so was" ---Doch ich war genau Richtig und am Richtigen Ort. Ausstieg vor dem The NEW YORKER DOCK ONE ...

Drin waren wir schnell und es war der Hammer! WARM, coole Menschen, Geiler DJ, gute Getränke(gratis) und vorallem gute Stimmung...vorallem zwischen uns :-)


1 h und die Show ging los...und sie heizten richtig ein. Dröhnender Bass, Gummiboote über den Köpfen, Freaky-Outfits auf der Bühne zum Abwinken, Barcardi-Rum Gallonen wurden über dem Publikum entleert, 1000 von Federn wurden aus Kissen gerissen...und das alles zur Musik von DEICHKIND ...
Mein erstes mal ... DEICHKIND live :-DDDD

YES dachte ich :"ich bin bereit für den Kickstart #01"!und dann kam das Lied als Zugabe "Yippie Yeah, Krawall und Remmi Demmi"! ...DANKE !

euer LIVINGBOX


Sunday, May 15, 2011

- BUSINESS NOT SHOWBIZ

*Die Show der Anke

man was war ich aufgeregt... und dann hatte ich Favoriten aber nicht Aserbeidschan ??!!
Doch so ist es eben beim Grand Prix...












Der Auftakt
Für die meisten Fernsehzuschauer war es eine Überraschung, aber aus den Proben war es längst durchgesickert: das Knallbonbon zum Auftakt. Normalerweise pflegt der Vorjahressieger den ESC in seinem Heimatland zu eröffnen, wie aber ist das im Falle einer "Titelverteidigung" zu regeln? Indem der Mentor himself zu Mikrofon, Gitarre und Schlagzeug greift. Stefan Raab fletschte sein Gebiss zu einer rockigen Version von "Satellite", die tatsächlich gut abging. Kurz wie in einem Flash tauchte zwischen 43 Lena-Doubles dann doch noch die echte auf: ein schöner Auftakt, besser als jedes bräsige Intro.





 Und die Show selbst? Die verschiedenen Elemente griffen flott ineinander, hübsch waren die Postkartenfilmchen vor jedem Song, schön knapp die Moderationen - bis hin zur Abstimmerei lief alles ganz flüssig und stimmig. Aber gab es auch Höhepunkte, eine Dramaturgie, die mehr war als eine saubere Reihung; einen Stimmungswechsel? Mal ein Element der Überraschung im perfekten Durchlauf? Alles lief wie am Schnürchen, aber eventuell hätte etwas Tempowechsel der Stimmung nicht geschadet. Jan Delays Funk-Einlage wirkte vermutlich in der Halle mitreißender als am Bildschirm.



Gut wurde der Übergang zur Auszählerei bewältigt, als Stefan Raab Anke Engelke kurzerhand über die Schulter warf und auf die LED-Bühne trug, während diese weiter moderierte und so jedes Pathos unterlief.




Am Ende hätte es etwas schöner inszeniert werden können, dass Lena die Siegertrophäe an die Nachfolger aus Aserbeidschan übergab. Das geschah etwas zu beiläufig.



Die LED-Wand



Eine 60 mal 18 Meter große LED-Wand, die sich fließend über den Bühnenboden fortsetzt, macht optisch fast alles möglich. Mal wurde ein Song - der aus Serbien - mit den Lolli-Pop-Farben der bunten Sechziger hinterlegt; mal endete einer - das Siegerlied aus Aserbaidschan - mit einem gigantischen Licht-Wasserfall. Der französische Operntenor stand in einem Sonnenaufgangspanorama, Nadine Beiler, eine österreichische Whitney Houston, konzentrierte alles Licht und allen Bodennebel auf sich. Selten gab es eine größere technische Perfektion. Die Sänger und die auf sechs Personen limitierten Tänzer, Bläser oder Backgroundsänger bewegten sich inmitten großer Bilder. Optische Vielfalt war viel besser möglich als durch jede konventionelle Art des Bühnenbaus, und dennoch wurde die Show durch die gigantische Optikwand zwar keineswegs monoton, aber doch ein wenig uniform. Manchmal erschlugen die großen Bilder die kleinen Sänger, die dann wirkten wie ein Streichholz in der Bilderflut.



Die Musik

Auch der Sound war perfekt. Am Ende gewann dann doch wieder eine ziemliche Schnulze; aber immerhin gab es eine recht breite stilistische Vielfalt, vom fürchterlich x-beliebigen spanischen Urlaubsliedchen, über schmetternden Tenorgesang, verrückten moldawischen Rock bis zu Jazz aus Italien. Auch Lenas "Taken by a stranger" konnte sich sehen lassen, war für diese Art Show aber vermutlich etwas zu sperrig und zu wenig herzenswarm. Man muss schon Fan sein oder sehr engagiert oder sich zwingen, ab und an einmal ohne auf den Bildschirm zu gucken, zuzuhören, um sich hinterher noch an besondere Titel zu erinnern. Ein paar Ohrwürmer - etwa "Lipstick" von den hibbeligen irischen Zwillingen "Jedwards" - waren dabei, aber es gab auch Pseudo-Gothic oder Lieder, bei denen vor allem die fliegenden Fönwellen der Sängerinnnen überzeugten. Natürlich gab es unterschiedliche musikalische Qualität, aber die Musik allein reichte nicht aus, um eine große Show zu tragen.



Die Moderatoren

Auch das Finale bestätigte den Eindruck, der schon in den Halbfinals zu gewinnen war: Stefan Raab, wieder mit Krawatte, mag alles sein, treibende Kraft hinter Lena, ein getriebener Erfolgsunternehmer, ein engagierter Musiker und wichtiger Entertainer - ein guter Moderator ist er nicht. Das liegt nicht nur an seinem hausgemachten Englisch, es fehlt ihm auch das Gespür für Timing und die richtige Tonlage.



Einen glatten Gegenentwurf zum Unperfekten stellte Judith Rakers dar, die es vom Newsdesk in die Showarena verschlagen hat, weil es in der ARD einfach keine Förderung von Unterhaltungstalenten gibt. Sie war "Miss Tadellos", die darauf achtete, nur ja keine Fehler zu machen. Das gelang, aber Emotionen entstehen so nicht.



Da war man dankbar für Anke Engelke, die nicht nur perfekt in mehreren Sprachen parliert, Witzchen macht ohne aufgesetzte Albernheit, mal mitswingt, mal einfach strahlt und ein Format gewonnen hat, das der Dimension der Show entsprach.



Dann gab es als Kommentator noch Peter Urban, der für einen angenehm distanzierten Retrosound sorgte. "Die Mutter der beiden kann einem leid tun", sagte er zu den doppelten Küblböcks aus Irland; "dabei rieselte der Song so mit durch", sagte er zum ukrainischen Auftritt, in dem Sandmalereien das Lied in den Hintergrund rückten. Das war immer wieder schön. Leider hat er auch für dieses Jahr nicht mehr das Rechnen gelernt, so dass er - ähnlich wie beim Lena-Sieg in Oslo - wieder zu spät merkte, wann der Sieger feststand.

Punktwertung

Normalerweise ist die endlose Punktevergabe in etwa so spannend wie die Liveübertragung einer Sitzung der Ethik-Kommission oder ein Statement von CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zur geglückten Regierungspolitik. Hier beim Eurovison Song Contest ist es aber auch eine Zeit für Ironie, Spekulation oder ein wenig Schimpfen auf nachbarschaftliche Kumpaneien. Jan Feddersen, als allwissender Experte in den ARD-Vorabendsendungen allgegenwärtig, hatte in einem aufwändigen "taz"-Aufsatz Stefan Raab der "Entschwulung" des ESC geziehen. Hier zeigte sich, dass dem keineswegs so ist. Es gehört im Gegenteil zur coolen "Camp"-Kultur, gerade während dieser endlos gedehnten Punkteorgie keineswegs in Ironie zu verfallen oder alles für einen gleichgültigen Schmarrn zu erklären, sondern mit unverminderter Aufmerksamkeit und unbedingt mit heiligem Ernst bis weit nach Mitternacht dranzubleiben. Anke Engelke hat auch das erleichtert.



Alles in allem

Insgesamt also können die Veranstalter zufrieden sein - ein Schuss mehr Herzblut hätte die Technik nicht so überbordend wirken lassen. Auf jeden Fall ist diese Größe, dieser Aufwand beherrschbar. Die Ziele für den Abend waren:



ein freudig feierndes Deutschland zu zeigen. Bei einem noch etwas besseren Abschneiden von Lena, die am Ende in der Show keine Rolle mehr spielte, wäre es noch eindrucksvoller gelungen

allen Künstlern die Gelegenheit zu geben, sich zu profilieren. Sie sollten im Zentrum stehen. Nicht das Gigantische, sondern das menschliche Maß sollte überwiegen. Das gelang nicht immer.

Ich danke ANKE !!! Sie hat mit Stefan und Judith allles gegeben um dieses Deutsche Event zum Erlebnis zu machen....

Schade nur das ich selbst nicht life dabei sein konnte .....but I HAVE A DREAM !

Vorlust ist nicht unendlich

Ein Problem für die mediale Aufbereitung von Ereignissen solcher Größenordnung wird auch zunehmend das Verhältnis von Ankündigung und der Sache selbst. Tag für Tag wurde eine Woche lang weitgehend am Publikum vorbei gesendet. Es gibt eine Art Vorspielimplosion des Mediums. Das Vorgeplänkel steht in keinem gesunden Verhältnis mehr zum Ereignis selbst. Auch die Programmplaner müssen lernen: selbst wenn Aufwand und Kosten noch so groß ist - die Vorlust ist nicht unendlich.



Wednesday, May 11, 2011

- BUSINESS NOT SHOWBIZ

*GERMANY 12 POINTS ?


Kriegt das deutsche Fernsehen eine halbwegs unpeinliche Show hin, mit der man sich in Europa nicht blamiert?




Ja, kriegt es, kann man nach rund zwei Stunden erstem Halbfinale sagen - wenn man mal den schon recht peinlichen Tonausfall außer Acht lässt. Das liegt vor allem an zwei Faktoren: Anke Engelke und dem riesigen, wirklich RIESIGEN Screen, der das Bühnenbild bestimmt. Engelke hat Souveränität, Sprachkompetenz und Ausstrahlung nicht nur für zwei, sondern drei Moderatoren, weshalb sie die Ausfälle Raab und Rakers mehr als kompensiert. Judith Rakers ist das erwartbare Pointen- und Charme-Schwarze-Loch, das alles Unterhaltende verschluckt. Was den Timing- und Fremdsprachen-Herausgeforderten Raab für den Job qualifiziert hat, bleibt weiterhin mysteriös. Bei allem Applaus, den er vom Saalpublikum bekommt, sind auch deutlich Buhrufe zu vernehmen. Als er einen Witz auf Anke Engelkes Kosten macht, werden diese sogar richtig laut. Ob er es sich mit seinen aggressiv-blödelnden Interviews und Auftritten im Vorfeld mit seinen Fans verscherzt hat? An seiner erneuten Nominierung von Lena kann es jedenfalls nicht liegen, denn die ist unter den Fans so beliebt wie 2010.



Hier kommt Konkurrenz für Lena



Aber von Raab - auch wenn er das sicherlich anders sieht - hängt der Erfolg dieser Show nicht ab. Auf ihn kommt es nicht an, denn da ist ja der RIESIGE LED-Screen, unglaubliche sechzig Meter breit und achtzehn Meter hoch. Der Screen ist so beeindruckend, dass der Auftritt der Polin Magdalena Tul, der erste des Abends, fast an einem vorbeirauscht. Doch dann steht die heimliche Favoritin Stella Mwangi aus Norwegen auf der Bühne und nimmt diese samt dem Rest der Arena ab dem ersten Takt ihres Songs "Haba Haba" in Beschlag. Die basslastigen Afrobeats-Anklänge reißen mit, ohne große Show ist die Stimmung sofort auf hundert. Konkurrenz für Lena? Hier ist sie, das ist die einhellige Meinung in der Arena.







Eurovision Song Contest 2011: Alle Teilnehmer

Auf deutlich mehr Schnickschnack setzen dagegen Albanien (Premiere für die Pyrotechnik!) und Armenien. Sängerin Emmy liefert einen extrem unterhaltsamen Auftritt, der in einem überdimensionierten Boxhandschuh beginnt und sie später in einem ad hoc aufgebauten Boxring einfängt. Ach, Emmy, würdest du doch bloß nicht "Boom Boom Chucka Chucka" singen - aus dir könnte glatt was werden.



Noch mehr uninspirierten Dance-Pop gibt es aus Russland, wo der aalglatte Alexej Vorobjow seine Austauschbarkeit auch noch damit betont, als James Dean gestylt zu erscheinen. Kroatien und Ungarn schicken praktisch dieselbe knochige Blondine mit Fönwelle und Euro-Trash ins Rennen. Aus sehr schwer nachvollziehbaren Gründen kommt aber nur Ungarn weiter.



Im Blaumann aus Portugal, ironisch aus Finnland

Auf niedlich machen dagegen die Schweiz und Serbien. Während das Schweizer Küken Anna Rossinelli und seine dünne Gute-Laune-Trällerei vom RIESIGEN Screen fast erschlagen werden, machen überdimensionierte Grafiken aus dem Sixties-Tribut der Serbin Nina einen überraschend stylischen Auftritt. Malta, die Türkei und San Marino gehen dazwischen völlig zu Recht unter. Die Comedy-Truppe aus Portugal punktet immerhin mit dem einzigen politisch angehauchten Song des Wettbewerbs: In Blaumann und Tracht, also als eine Art Village People der portugiesischen Nelken-Revolution, singen sie augenzwinkernd von Aufstand und Anstand. Im Vergleich zum Finnen Paradise Oskar fallen sie aber ab, denn der inszeniert seine vor Ironie triefende Weltrettungsballade ungleich gewitzter.



Mit einem RIESIGEN Sternenhimmel im Rücken beginnt der 20-Jährige, der eigentlich Axel Ehnström heißt, seinen Song "Da Da Dam" - und in der Düsseldorfer Arena bricht das Publikum in ein kollektives "Oooooh!", das eigentlich "Ist der niedlich!" heißt, aus. Bewusst übertreibt der Finne es dann zum Refrain mit der Niedlichkeit. Während er "I'm going out in the world to save our planet" singt, geht auf dem Screen langsam eine blaue Erde auf. Das ist so drüber, dass es einem fast die Schuhe auszieht. Aber nur fast, denn der Song ist wirklich hübsch und funktioniert erstaunlicherweise auch auf unironischer Ebene.



Singende Trauergemeinde aus Island

Damit, so meint man, hat dieses Halbfinale sein Unterhaltungs-Soll erfüllt. Doch kurz vor Schluss tritt dann das Duo Ell/Nikki aus Aserbaidschan auf - und singt den ersten zeitgemäßen Pop-Song dieses Abends. Ihre Midtempo-Nummer "Running Scared" überzeugt mit Timbaland-geschulter Produktion. Würde Nelly Furtado das Lied singen, würde es garantiert ein internationaler Hit.




Die größten Stars des Abends sind dann aber doch die Isländer Sjonni's Friends, denn sie liefern die beste, weil ergreifendste Geschichte des diesjährigen ESC. Eigentlich sollte nämlich der Sänger Sjonni Brink für Island antreten. Doch im Januar 2011 starb der 36-Jährige überraschend - und sechs seiner musikalischen Weggefährten sprangen ein, um seinen Song "Coming Home" doch noch in Düsseldorf zu präsentieren. Da macht es nichts aus, dass das Lied eher harmlos dahin plätschert. Die sechs Isländer ziehen triumphierend ins Finale ein - und werden dort bestimmt auch noch auf einen der vorderen Plätze kommen.



Die jüngste Ostblock-Verschwörung

Ins Finale wurden schließlich auch die Georgier mit einer blöden Crossover-Nummer und Litauen mit einer schmierigen Power-Ballade gewählt, das griechische Macho-Mischmasch aus Rap und Folklore wird ebenfalls Samstag zu hören sein. Auch für Russland reichte es für die große Show - wohl vor allem aus optischen Gründen. Finalplätze für Serbien, die Schweiz, Aserbaidschan und Finnland gehen dagegen völlig in Ordnung. Nur ein Platz war am Ende von Anke Engelkes Moderation noch zu vergeben - und der, so die Überzeugung in Düsseldorf, würde eindeutig an Norwegen gehen. Doch mit einem Paukenschlag endete das erste Halbfinale: die heimliche Favoritin Stella Mwangi schaffte es nicht unter die letzten 25.



So bleibt als schwacher Trost für die Norweger, dass sie immerhin der Ostblock-Verschwörungstheorie ein Update besorgt haben. Unter Fans und Experten herrschte nämlich schnell Einigkeit nach diesem Halbfinale: Der Osteuropäer an sich würde eben nicht für einen schwarzen Künstler stimmen. Da sage noch einer, die Theorie, dass sich alle Ostländer gegenseitig die Punkte zuschanzten, wäre mies.


Auszug: Text www.spiegelonline.de

Thursday, March 17, 2011

- EVENT OF THE WEEK

* geile boys mit cooler revue
Muskelprotze und Show-Soldaten, Goldkostüme und Kutschenritte... ich freue mich so so sehr auf  ihre "Les Folies"-Tour ! Kylie Minogue bietet eine überwältigende Nummernrevue. Doch so gut all der glitzernde Zierrat auch war, eines war noch besser: die Stimme des Megastars.







Wohin schauen? Auf das Ein-Mann-Wasserballett, das sich auf der Videoprojektion vollzieht? Auf die vier Meter hohen Säulen, die die Tempelkulisse bilden? Auf die halbnackten Tänzer, die sich auf der herzförmigen Bühne zur Formation aufstellen? Nein, natürlich auf die goldene Riesenmuschel, in der Kylie Minogue aus der Versenkung hochgefahren wurde! Ab der ersten Nummer bot die Sängerin visuellen overload und Zitatkonfetti, auf dass es einen erst überforderte und dann - spätestens als sie zu "I Believe in You" von vier muskulösen Männern in einer Kutsche über die ausladende Spitze der Bühne gezogen wird - vor Begeisterung überwältigte.


"Aphrodite" heißt das aktuelle Album von Kylie Minogue und eigentlich auch ihre Welttournee, die sie am Montagabend zum Auftakt ihrer Deutschlandtour in die Hamburger O2-Arena brachte. Allerdings trägt das Spektakel auch den Untertitel "Les Folies", was sich im Verlauf der Show als zwingend logisch erwies: Hier ging es nicht um die ästhetische Ausschöpfung des Topos "griechischer Olymp", sondern den Verschnitt von vier Jahrzehnten Disco-Kultur auf zwei Stunden beste Unterhaltung.



Spektakuläre Kostüme, spektakuläre Bühnentechnik
Mit kleinen Engelsflügeln an den Ohren und knappem Goldkostüm bekleidet begann die 42-Jährige Minogue die Show und sang das Titelstück ihres neuen Albums. Es sollten noch sechs Kostümwechsel und 23 Songs folgen, doch den Ausblick brauchte es gar nicht, um sich von Anfang an sicher zu sein: Hier würde man auf seine Kosten kommen.Gerade im ersten Akt überboten sich Bühnen- und Kostümdesign mit exaltierten Ideen, innerhalb der ersten fünf Songs schraubten sich aus der Kulisse nach der goldenen Muschel noch eine goldene Statue eines geflügelten Pferdes sowie zwei übergroße Harfen - natürlich auch gülden.


Damit war der erste Höhepunkt des Abends aber noch gar nicht beschrieben, denn der folgte kurze Zeit später mit "Slow". Von auf dem Boden liegenden Tänzern umringt, sang Kylie Minogue den kühlen Minimal-Track als laszive Swing-Nummer. Das wäre an sich schon spektakulär genug gewesen - wenn sich im Verlauf des Liedes nicht der Bühnenausschnitt, auf dem sich Sängerin und Tänzer befanden, als Drehscheibe erwiesen hätte, die sich nicht nur um sich selbst drehte, sondern sich auch vertikal aufstellte, bis die Scheibe fast im rechten Winkel zur Hauptbühne stand und Kylie in der Mitte als Achse herausstach.
















hinter der Bühne:



Als hätte sie damit ihr Showtalent nicht schon zur Genüge unter Beweis gestellt, wechselte sie noch einmal den Musikstil und ließ "Slow" im harten Trance-Gewitter enden. So erinnerte das Konzert bei aller visueller Reizüberflutung auch daran, dass es nicht allein Minogues Gespür für große Auftritte ist, dass sie zum Star gemacht hat: Sie verfügt zuallererst über eine grandiose Stimme. Das wird oft nicht beachtet, da sie keine Powerballaden singt, mit denen Sängerinnen normalerweise Gas geben und ihre Stimmgewalt demonstrieren. Zu hemmungsloser Romantik passen Minogues metallenes Timbre und ihr ironischer Unterton aber nicht. Dass sie trotzdem eine fast ausverkaufte Mehrzweckhalle allein mit ihrer Stimme unterhalten kann, bewies sie bei "Your Disco Needs You". Eigentlich ein Disco-Stampfer erster Güte, brauchte es in ihrer spontanen A-Cappella-Version gar keinen Beat, nur ihre dramatischen Modulationen, um das Publikum restlos mitzureißen.


Männer mit Männern, Frauen mit Frauen

Überhaupt ihr Publikum: In schönstem Bewusstsein, wer den Hauptteil ihrer Fans ausmacht, bot Kylie Minogue abwechselnd den schwulen Männern und den straighten Frauen etwas. Bei "Cupid Boy" wurde in den Videoprojektionen ausgiebig einem knappst bekleideten Halbgott in Mapplethorpe-Ästhetik gehuldigt. Dazu wirbelten Tänzer in schwarzen Slips und ausladenden Nonnenhüten um die Sängerin herum. Zu "Wow" verscheuchten Minogue und ihre Tänzerinnen ein Heer von Show-Soldaten, um sich allein auf der Bühne dem euphorisch hüpfenden Song zu widmen. Zur Interaktion zwischen männlichen und weiblichen Tänzern kam es während der gesamten Show nur wenig, und wenn die beiden Fraktionen aufeinander trafen, vermieden ihre Choreografien die schwülstige Balz. Auch wenn Minogues Songs hauptsächlich von der Liebe handeln, tragen sie nicht das Versprechen auf romantische Zweisamkeit in sich. Sie feiern vielmehr das Ideal einer Emotion, das sich vielleicht nie so exaltiert-überwältigend anfühlen wird wie an diesem Abend auf dieser angeblich zwanzig Millionen Dollar teuren Showbühne.



Das letzte Tableau des Abends unterstrich diese Idee noch einmal. Zum hymnischen "All The Lovers" baute sich an der Bühnenspitze ein Brunnen auf, dessen Ornamente aus den Körpern der Tänzer bestehen, die Ringe des Brunnen jeweils ausschließlich mit Männern oder Frauen besetzt. An Seilen zog es Akrobaten in die Höhe, auf den Stegen, die zur Hauptbühne führten, spritzten die Fontänen sowohl in die Höhe als auch zur Seite, in der Mitte des Brunnens stand Kylie Minogue als Galionsfigur - einerseits einsam, andererseits nirgendwo besser aufgehoben als im Mittelpunkt dieses einzigartigen Spektakels.
KYLIE WE LOVES YOU!
* textauzzug z.t. von spiegel online




* TOURBOOK











* APHRODITE SHOW ACTS


SETLIST:


Act I

Aphrodite

The One

Wow

Illusion

I Believe In You



Act II

Cupid Boy

Spinning Around

Get Outta My Way

What Do I Have To Do



Act III

Beautiful Slow (Everything Is Beautiful / Slow)



Act IV

Confide In Me

Can’t Get You Out Of My Head

In My Arms



Act V

Looking For An Angel

Closer

There Must Be An Angel

Love At First Sight/Can’t Beat The Feeling

If You Don’t Love Me



Act VI

Better The Devil You Know

Put Your Hands Up



Act VII

On A Night Like This

All The Lovers






Mittelpunkt der neuen, 25 Millionen Dollar teuren Kylie-Minogue-Show ist die einzigartige und aufwändige Bühnenkonstruktion, die in dieser Form noch nie in einer Halle zu sehen war. Spektakulär und einmalig ist die „Wet Zone“, eine Wasserinstallation mit 30 Wasserdüsen, Wasserfällen und Fontänen, dank der sich der Konzertbesucher, die Konzertbesucherin mitten im Geschehen befindet. 40'000 Liter Wasser werden für jede Show benötigt. Die Wassershow wurde vom selben Team designed, das schon die Wassershows im „Bellagio“ in Las Vegas oder im Disneyland konzipiert hat.



Die gesamte Produktion stösst in neue Dimensionen vor. 45 Tonnen Equipment werden mit 25 Trucks transportiert. Alleine für die 10 Millionen teure Bühnenkonstruktion werden 10 Trucks benötigt. Die Crew von Kylie Minogue umfasst über 100 Personen, darunter 16 Tänzer und Tänzerinnen, 5 Musiker, 2 BackgroundsängerInnn und 8 Artisten. 200 Kostüme werden für die temporeiche und bunte Show benötigt, die die grössten Hits ihrer elf Studioalben, darunter Ohrwürmer wie „What do I have to do“ über „Can’t get you out of my head“ bis zur aktuellen Hitsingle „All the lovers“ beinhaltet.